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Max Wölfle mit der Arbeit „Zeitmaschine“, bei der Ausstellung „Hotel Feuerbach“, 2025

 

 

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Vernissage: Freitag, 6. März 2026
Finissage: Freitag, 27. März 2026

Zero Arts Stuttgart e.V.
Ostendstraße 16
70190 Stuttgart

Die Ausstellung SCHASCHLIKSCHNAUZE des Künstlers Max Wölfle versammelt neue Videoarbeiten, Skulpturen und Installationen, die gesellschaftspolitischen Problemen nachgehen und philosophische Fragen stellen. Dies geschieht oft in einem kontrastierenden Doppelspiel aus äußerer Unernsthaftigkeit und tieferer Ernsthaftigkeit.

Seit Anfang 2021 arbeitet Wölfle unter dem Namen „Schaschlikschnauze“, einer Identität, die ausschließlich aus der persönlichen und werkbezogenen Entwicklung besteht und die er selbst als Befreiungsakt beschreibt: Als humorvoll, raue Persona, die mit dem Beginn der Arbeit an seinem Film „Weltall“ entstand, welcher seine künstlerische Richtung entscheidend geprägt hat. Eine zentrale Frage seiner Kunst besteht darin, inwieweit nicht mehr benutzte Objekte noch ihre alte Bedeutung haben und ob in ihnen eine Seele existiert.

Teil der Ausstellung ist der Trailer eines neuen Kurzfilms. Untersucht wird, wie Menschen medial, emotional und sozial in selbstgebauten Wahrnehmungsräumen gefangen sind. Ergänzt wird die Präsentation durch eine Miniaturstadt aus Müll und Elektroschrott, ein komplexes Objektgefüge, das gleichzeitig als postapokalyptische Landschaft und als Kritik an Warenwirtschaft und Überproduktion funktioniert. Storyboards und erste Fragmente geplanter Filmprojekte und Geräte mit neuer Funktion erweitern die Installation.

SCHASCHLIKSCHNAUZE ist eine Ausstellung über das Sammeln und Zersetzen, über Fragment und Erzählung, über das Erfinden neuer Realitäten aus dem, was übrigbleibt. Sie verbindet Film, Objektkunst und Alltagsmaterialien zu einer offenen, vielschichtigen Erzählung über Isolation, humorvolle Selbstbehauptung und Neubeginn.

 

 

 

 

Eröffnung: Donnerstag, 20. November 2025, 19 Uhr
Laufzeit: 21.11.–28.11.2025

Yamo Aydemir, Max Wölfle, Suwon Lee, Philipp Schaugg und Lisa Marina Dorfschmid, Studierende aus den Klassen von Prof. Mariella Mosler, Prof. Sam Durant und Prof. Christian Jankowski, erforschen in Video, Skulptur und Installation das Format Film. Die Beschäftigung mit der Eigenartigkeit des Alltäglichen, mit Geschichtlichem und Persönlichem ist wichtiger Bestandteil ihrer Arbeiten.

In der Ausstellung „Moving Film Stills“ setzen sich die fünf Künstler*innen mit der Frage auseinander, wie sich das Verhältnis von Bewegung und Stillstand, Erinnerung und Imagination im Medium Film neu denken lässt. Ausgangspunkt ist das „Filmstill“, jener eingefrorene Moment zwischen Erzählung und Bedeutung, der hier in Bewegung gerät.

Die gezeigten Arbeiten loten aus, wie Bilder entstehen, verschwinden, sich verwandeln und fortschreiben. Ob analog oder digital, persönlich oder kollektiv, wird das Kino nicht länger als abgeschlossener Raum verstanden, sondern als offenes System, das sich aus Daten, Objekten, Erinnerungen und Geschichten speist. Wo früher Kamera, Set und CGI dominierten, entstehen neue Formen des bewegten Bildes, die zwischen Materialität und Immaterialität, Realität und Projektion oszillieren. So wird die Ausstellung selbst zu einem filmischen Raum, in dem Bilder nicht nur gezeigt, sondern erinnert, verwandelt und neu erfunden werden.

Der Projektraum AKKU ist eine Kooperation des Künstlerbundes Baden-Württemberg und der ABK Stuttgart mit freundlicher Unterstützung des Vereins der Freunde der Akademie Stuttgart e.V.